Systemfehler


System bedingte Fehler oder Systemfehler gibt es nicht nur in der Informatik. Jede Software steckt voller Fehler, manchmal sogar dann, wenn sie nur aus einer Zeile Programmcode besteht.
Das Problem an der Sache ist: Programmcode kann man ändern, die Fehler beheben und gut ist. In der Politik sieht die Sache ganz anders aus ...

Teil 3: Botnetz



Mir ist durchaus bewusst, dass ich im Moment ein sehr grobes, sehr ungenaues Bild zeichne, das womöglich auch etwas einseitig ist und dennoch etwas das mir irgendwo sauer aufstößt. Damit bin ich bei dem Problem der Berichterstattung oder dem was uns die Medien erzählen.
Es ist wichtig, dass alle umfassend Informiert werden uns Missstände aufgedeckt werden. Es ist wichtig, dass diese Punkte bei den Politikern ebenfalls ankommen. Doch gibt es etwas was vielen Reportern nicht dabei wahrscheinlich gar nicht erst bewusst ist: Wird etwas in den Medien berichtet, so erreicht es gute 90% der Bevölkerung, wenn nicht sogar mehr und gute 90% von diesem anteil denkt nicht darüber nach, dass das gezeigte Bild nur ein kleiner Teil eines größeren ist. Ein kleiner Teil, auf den fokussiert wurde, um Missstände zu zeigen, Aufmerksamkeit zu erregen und die Verantwortlichen zum Umdenken zu bewegen.
Das Problem an der Sache: Die Verantwortlichen interessiert es meist herzlich wenig. Also versucht die Politik einzugreifen, was soweit auch verständlich und eigentlich auch im Interesse der Allgemeinheit gewünscht ist. Nun kommt jedoch das Problem: Die Politiker informieren sich gar nicht erst weiter über die Sachlage sondern nehmen den kleinen Ausschnitt aus der Medienerstattung zur Grundlage ihrer Entscheidungen. Auf diese Weise entstehen ebenso übertriebene Gesetzesvorgaben, wie aus der Lobbyarbeit gewisser Großkonzerne, die viel Geld ausgeben können, um anschließend noch mehr Geld einzunehmen (sowas nennt sich dann Investitionskosten).
Die Politiker müssten sich mehr ihrer Verantwortung bewusst werden, die sie tragen.

Hinter diesen Überlegungen kann ich verstehen, dass einige gerne eine starke Person an der Macht hätten, die die Zügel in die Hand nimmt und alles richtet. Doch auch hier fehlt eine wichtige Überlegung: Diese Person ist auch nur ein Mensch, auch leicht zu korrumpieren - wer kann sich da ehrlich ausschließen? Ein einfaches Leben haben zu wollen liegt nun einfach in der Natur des Menschen.

Was kann man tun? Sich und andere umfassend informieren - und vielleicht kommt das irgendwann tatsächlich einmal bei allen an.

Schreiben ist nicht Produktiv


Viele die Schreiben hören von ihren Verwandten oftmals diesen Kommentar. Dass Schreiben nicht Produktiv sei. Setzen wir uns damit doch einmal näher auseinander.
Wenn man schreibt produziert man Geschichten.
Schon haben wir das erste Gegenargument gefunden. Doch so leicht kriegt man andere Leute nicht von ihrem Standpunkt ab. Schreiben sei nicht sinnvoll. Schreiben bringt kein Geld ein.

Betrachten wir erst mal den zweiten Teil: Schreiben bringt kein Geld ein. Ja, es ist tatsächlich in den meisten Fällen so, dass Schreiben ein Hobby ist und bleibt. Dass es kein Geld einbringt. Aber wozu auch? Andere Hobbys bringen einem ebenfalls kein Geld ein. Andererseits kosten einen andere Hobbys teilweise viel Geld - da ist die Schreiberei doch sehr genügsam. Oftmals sogar billiger als andere alternativen.
Was, wenn man nun schreibt, um sich davon ernähren zu können? Wenn man es nicht schon geschafft hat, so sollte man es nicht als einzigen Lebensplan sehen. Ein Plan B sollte existieren, mit dem man sich über Wasser halten kann, bis man entweder den Durchbruch schafft und man Plan A voll leben kann, oder wenn man weiterhin scheitert, nicht am Rande des Ruins steht.

Nun, da wir die Geldfrage geklärt haben: Ist Schreiberei sinnvoll? Ja! Schreiberei ist Entertainment. Ohne Schreiberei existieren keine Geschichten, keine Bücher. Selbst für Serien im Fernsehen wird zuerst ein Drehbuch geschrieben. Für Filme existieren auch zuerst Drehbücher.
Denken wir uns diese Drehbücher nun einmal weg. Was bleibt übrig? Zum einen gibt es tausende von Dokumentationen und Reality-Shows - oh und dazwischen natürlich Werbung.
Viele kennen jedoch das Problem: Hat man eine Sache zu oft gesehen (oder gegessen) vergeht einem der Appetit darauf. Es wird langweilig.
Natürlich kann man dagegen auch anders ansteuern: Die Shows müssen aufregender, spannender werden. Wie erreicht man so etwas? Nun, die Geschichte lehrt uns, dass Zuschauer mitfiebern können, wenn es um Leben und Tod geht ...

Mit stellt sich da die Frage: Brauchen wir wirklich Shows wie "Big Brother"? Oder vielleicht sogar "Circus Maximus Reloaded"? Müssen wir das Leben anderer verbrennen, in dem wir sie öffentlich bloßstellen oder ihr Leben gefährden, nur um uns zu unterhalten?
Ist das Erzählen von Geschichten, das Lesen von Büchern dann nicht doch besser? Und wer schreibt dann diese Geschichten alle? Richtig, die kleinen kreativen Köpfe, deren Hobby oder Arbeit „nicht Produktiv“ ist.
Das geschriebene Wort ist sehr mächtig. Es vertreibt nicht nur Langeweile, es kann auch Meinungen beeinflussen. Wissen vermitteln. Doch das ist eine andere Geschichte …

08.11.2012 um 17:15 von Nico

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