Kapitel 19 ~ Unausweichlich

„Das Licht der Göttin sei alle Zeit mit euch. So wie sich einst Riza im strahlenden Licht erhob, erhebt nun auch ihr euch und vertreibt die Dunkelheit aus euren Herzen...“
Sarasra saß weit hinten in der Kirche und konnte dennoch jedes Wort, das Raisana zu den Gläubigen sprach, gut verstehen. Sie nutzte die Gegebenheiten und ihre Kräfte einmalig aus, um denen, die ihrer Predigt lauschten, ein einmaliges und unvergessliches Ereignis zu geben:
Licht, das von ihr ausstrahlte, sich an einigen Ecken und Enden brach und kurzzeitig die Kirche in das Licht eines Regenbogens tauchte, sowie andere Dinge ließen selbst Sarasra staunen, den die Predigt eigentlich nicht sonderlich interessiert hatte. Allerdings konnte er nun verstehen, warum die Kirche voller Pilger war, die sich die Predigt Raisanas nicht entgehen lassen wollten. Wie er es aus einigen Gesprächen gehört hatte, war ihre Predigt beinahe so legendär, wie die Existenz des zehnten Drachen aber nicht minder wahr.
Aus Neugier betrachtete er die Anwesenden aus einer anderen Perspektive und erkannte, dass es viele gab, die nur in die Kirche gingen, um ihr Gewissen zu beruhigen, weil sie wohl irgendwann zuvor eine „böse“ Tat begangen hatten.
Allerdings gab es unter den Anwesenden eine Gestalt, die ihm auffiel: Ein helles Licht, eingehüllt in einer wasserähnlichen Aura befand sich auf der anderen Seite der Kirche. Er beobachtete diese Gestalt einige Zeit, bis sie plötzlich von anderen verdeckt wurde. Suchend blickte er sich um, konnte sie aber nicht mehr sehen. Seufzend blickte er zurück zu seinem Engel und musste sich im ersten Moment die Augen zuhalten, Raisanas andere Erscheinung blendete sein Auge so sehr, als ob er direkt in die Sonne selbst geblickt hätte.
Mit normalem Blick bemerkte er, das sich alle anderen erhoben hatten und einige umstehende ihn etwas abfällig anblickten, woraufhin er sich auch etwas widerwillig erhob.
Die weitere Zeremonie dauerte noch einige Zeit, in der Raisana neben den üblichen Gaben, welche die Kirche nicht nur aus Gutmütigkeit ausgab, sondern auch, um die Gläubigen ein wenig an sich zu binden, auch den Segen spendete, der wie eine Explosion der Farben und des Lichts wirkte. Wie das Finale eines grandiosen Feuerwerks, das er einmal auf Indyrica erlebt hatte.
Am Ende der Zeremonie ließen die Hilfspriester noch einige Beutel für die Kollekte herumgehen, bevor die Kirche sich schließlich langsam leerte. Raisana ging nun, begleitet von den anderen Priestern, in einen Raum hinter der Kirche, wo sie sich umkleiden würde. Sie würde Sarasra später im Kirchenschiff treffen.
Als die Kirche sich langsam leerte, wurde auch der Blick auf das Innere des Gebäudes wieder frei. Nun konnte man auch andere Teile als die Decke wieder in ihrer vollen Pracht bestaunen. Die Decke bestand aus vielen kleineren Elementen, die nicht nur kunstvoll ineinander übergingen, sondern auch zu jeder Tageszeit das durch kleine Fenster einfallende Licht perfekt im Raum verteilten. Man brauchte erst Licht in der Kirche, wenn es draußen bereits dunkel war.
Aber auch die Wände und Fenster waren nicht weniger schön. Die Fenster zeigten unterschiedliche Bilder, die neben dem Lichtdrachen auch Riza darstellen sollten – nur hatte der Künstler keine Ahnung gehabt, wie Riza wirklich ausgesehen hatte.
Die Wände waren mit Gemälden überzogen, die ebenfalls die falsche Geschichte der alten Göttin weitererzählten. In diese Darstellungen waren auch jedes Mal raffiniert kleine Lichtkristalle eingebaut worden, welche die Kirche bei bedarf taghell erleuchten konnten. Nach dem gleichen Muster fanden sich an den Wänden auch Wandteppiche, hinter denen Türen zu Neben- und Beichträumen lagen. Sogar die Eingangstüre wurde von Teppichen verhüllt, die aber zu Beginn und gegen Ende der Zeremonie beiseite gezogen wurden, so dass die Gläubigen die Kirche bequem betreten und verlassen konnten.
Inzwischen waren fast alle Gläubigen gegangen und nur noch einige wenige waren zurückgeblieben, um andächtig zu beten.
Er lehnte sich auf der Bank zurück und lächelte.
„Du bist dir doch im Klaren darüber, das es nicht ewig so friedlich sein wird?“ Neben ihm war Shadow aufgetaucht, der es sich ebenfalls auf der Bank gemütlich machte.
„Ja, ich weiß. Ich wünschte, es gäbe eine Möglichkeit, sie aus diesem Konflikt zu erlösen.“ Sein Gesicht war ernst geworden und sein Blick suchte unwillkürlich den Wandteppich, hinter dem die Priester verschwunden waren.
„Den gibt es aber nicht... Wir können die Regeln weder beugen noch brechen. Nicht einmal derjenige, der am Ende übrig bleibt, kann die Regeln ändern. Wahrscheinlich soll es ihn immer daran erinnern, dass er nicht allmächtig ist und nach Belieben Gott spielen kann.“
„Das hat aber zumindest einen nicht davon abgehalten, es zu versuchen“, Sarasra dachte an die Gestalt zurück, die ihn und Riza auf der Schicksalsspitze verfolgt und seine Geliebte getötet hatte.
„Dennoch hat auch er letztendlich seinen Preis bezahlt...“
Sarasra nickte schwach.
„Also, was wirst du nun tun? Wenn du es nicht tust, wird es früher oder später jemand anderes tun...“
„Was meinst du?“
„Ich meine, dass du dich mit Raisana misst und sie besiegst!“
Alleine der Gedanke daran stach ihm ins Herz. Die Erinnerung an die Federn, getränkt von rotem Blut und seine damalige Machtlosigkeit stiegen in ihm hoch. Warum musste sich die ganze Tragödie wiederholen? Warum musste es noch schlimmer sein?
„Denk erst gar nicht daran, dich für sie zu opfern... Das werde ich nicht zulassen...“ Shadows Stimme klang plötzlich bedrohlich. Beinahe verspürte er vor diesem Geist Angst.
„Aber du kannst mir nicht verbieten, diesen Kampf so lange wie möglich herauszuzögern. Wir können uns erst um alle anderen kümmern und dann die Sache zwischen ihr und mir fair regeln.“
Shadow strafte Sarasra mit einem missachtenden Blick. „Gefühle sind in diesem Kampf unerwünschtes Beiwerk. Du darfst sie nicht zulassen. Aber anscheinend bin ich dafür zu spät.“ Der Körper des Geistes löste sich auf, die dunkle Präsenz neben ihm verschwand und ließ eine andere Gestalt übrig.
Der Mann hatte sich während des gedanklichen Gesprächs neben Sarasra niedergelassen und schien teilnahmslos auf den Altar zu blicken. Sein kurzes braunes Haar fing das Licht und schien es teilweise einfach zu verschlucken, im Gegensatz zu seinen silbrig glänzenden Augen. Von dem Mann schien ein eigentümlich diffuses Licht auszugehen, so als würde es durch eine Oberfläche aus Wasser gebrochen. Im nächsten Moment erkannte Sarasra die Gestalt, die seinem Auge schon zuvor aufgefallen war.
„Ich hoffe, Ihr könnt ein wenig Zeit für mich erübrigen...“ die Stimme klang merkwürdig leer, so als ob der Mann nicht genau wüsste, welche Emotionen er zeigen sollte.
„Kommt darauf an, worum es geht“, antwortete Sarasra nicht weniger emotionslos.
„Ich denke, Zeichen sprechen deutlicher als Worte“, antwortete der Unbekannte und öffnete seine linke Hand, in der Sarasra ein wohlbekanntes Siegel wiederfand. Sofort war er hellwach und kampfbereit. Er achtete auf jede Bewegung, die der Fremde versuchen würde.
„Friede... Ich bin nicht gekommen, um mit Euch zu kämpfen, falls Ihr dennoch diese Absicht verfolgt, so weiß ich mich zu wehren...“ In seiner Hand erschien eine kleine Kugel aus Wasser, die schnell zu einer Dampfkugel wurde, in der Blitze tobten und sich im nächsten Moment wieder auflöste.
Sarasra war von den Worten noch nicht ganz überzeugt, unterließ es aber, den Fremden anzugreifen. „Weshalb seid Ihr denn gekommen?“
„Der Shinryu-Klan...“
Sarasra schwieg, als er den Namen seines alten Klans hörte. In ihm brodelte eine gewisse Wut, da er von diesem verraten worden war.
„Ich habe gehört, dass Ihr der ehemalige Anführer seid...“ Der Fremde unterdrückte eine gewisse Wut und Trauer in seiner Stimme. „...daher möchte ich von Euch wissen, ob Ihr für den Angriff auf Anarctica verantwortlich seid!“
„Wenn es so wäre, was würdet Ihr dann tun?“ Sarasra gab sich keine Blöße, ihm war wichtiger, mehr über diesen Fremdling zu erfahren.
„Dann würde ich hier und jetzt mein kleines bisschen Achtung vor der Kirche aufgeben und Euch auslöschen!“
„Ich bezweifle, dass Euch das gelingen würde“, Sarasra grinste ein wenig selbstgefällig. Zum einen hatte er Jahrtausende mehr Erfahrung als sein Gegner und zum anderen würde der Wächter der Zeit wieder eingreifen, da es garantiert noch nicht Zeit für den letzten Kampf war. Es war einfach viel zu früh. „Aber, um auf Eure Frage zu antworten: Ich bin nicht dafür verantwortlich, den Angriff hat jemand anderes zu verantworten!“
Sarasra hatte nicht einmal gelogen. Er hatte nur jemanden damit beauftragt, das Siegel auf Aquene zu finden und den Träger, ohne jegliches Aufsehen zu erregen, zu eliminieren. So gesehen war das sogar das Gegenteil von dem, was er sich gedacht hatte.
„Aber ich habe durchaus eine Ahnung, wer dafür verantwortlich ist...“
„Dann sagt es mir, ich werde diesen...“ Der Mann biss sich auf die Zunge, um seine Fassung wider zu erlangen.
Sarasra lehnte sich zufrieden zurück. Diese Wendung der Ereignisse kam ihm wirklich gelegen. Der Fremde wollte sich nun an dem selben Mann rächen wie er.
„Gemach, mein Freund. Ihr solltet nichts überstürzen...“ Sarasra ließ es sich nicht nehmen, den Fremden etwas hinzuhalten, zumal gerade Raisana unter einem der Teppiche hervortrat und sich suchend nach Sarasra umblickte.
Sie war in eine Robe geschlüpft, die zwar bis knapp zum Boden reichte, ihr aber genügend Freiheit gewährte, da sie auf beiden Seiten bis zur Hüfte eingeschnitten war. Ihr Oberteil war etwas weiter, so dass es nicht allzusehr ihre weiblichen Rundungen betonte, was aber der etwas tiefere Ausschnitt wieder wettmachte. Ihre Arme waren in einem transparenten Stoff gehüllt, der bis zu ihren Gelenken reichte und ab dort über ihren Handrücken an ihren Ringfingern zusammen lief, wo er, ähnlich einem Ring, halt fand.
Raisana hatte Sarasra und den Fremden entdeckt und schritt nun leichtfüßig auf sie zu, wobei jeder Schritt einen kleinen Teil ihrer Beine entblößte.
„Wenn Ihr euch an Hawkeye rächen wollt, so solltet Ihr gut vorbereitet sein, da auch er ein solches Siegel trägt.“ Er hatte nach einer kurzen Pause, in der er seine Geliebte bewundert hatte, endlich sein Gespräch mit dem Fremden fortgeführt. „Außerdem verfügt er über viele Handlanger, die einst mir treu waren... Daher schlage ich vor, dass Ihr nicht alleine gehen solltet.“
„Wie meint Ihr das? Wer sollte mich schon auf so ein waghalsiges Abenteuer begleiten?“
„Ich wüsste da schon so ein, zwei Leute, die dazu bereit wären. Nur fürchte ich, dass es sich noch nicht lohnt, Hawkeye anzugreifen... Denn erst wenn alle Siegel erwacht sind, können wir ihm etwas anhaben...“
„Ich verstehe nicht ganz...“
„Sagen wir mal so: Ich hatte bereits das Vergnügen, mit ihm zu kämpfen und wurde dabei jäh unterbrochen. Ein weiterer Siegelträger hat sich eingemischt und uns alle getrennt.“
Der Fremde antwortete nicht und ließ wohl die Worte einige Augenblicke lang auf sich wirken. Unterdessen setzte sich Raisana neben Sarasra und lehnte sich auf der Bank ein wenig zurück.
„Wer ist denn dein Freund da?“ fragte sie schließlich nach einigen Minuten des Schweigens.
„Richard Krels“, stellte sich dieser sofort selbst vor. „Ich bin gekommen, um meinen Freund hier um einen Gefallen zu bitten...“
„Nämlich Hawkeye zur Strecke zu bringen“, beendete Sarasra den Satz mit einem leicht bitteren Unterton in der Stimme. „Von daher wäre es gut, wenn du mit uns kommen würdest, Schatz.“ Sarasra setzte ein breites Grinsen auf.
„Du sollst mich nicht so nennen!“ Raisana unterstrich ihre Antwort mit einem kleinen Schlag auf Sarasras Schulter, der sich aber nicht dadurch stören ließ.
„Warum soll sie denn mitkommen?“ erkundigte sich Richard neugierig.
„Weil sie das ganze genausoviel angeht, wie uns beide. Des weiteren kann es nicht schaden, nicht wahr?“
Raisana selbst schien der Gedanke nicht wirklich zu behagen, ähnlich wie bei Riza damals, schoss ihm durch den Kopf. Aber sie weiß, das sie keine andere Wahl hat, als sich dem Problem zu stellen.
„Ihr tragt also auch so ein Siegel, Richard? Ich finde es äußerst traurig, das Freunde, Menschen... Das Lebewesen dadurch zum Kampf gezwungen werden... Wozu das Ganze?“
Schweigen legte sich über die drei, die als letzte noch in der Kirche saßen. Nur Sarasra antwortete schließlich: „Ich denke, du wirst es erfahren, wenn du den Kampf gewinnst. Oder wenn du dich an dein früheres Leben erinnerst...“
Raisana schüttelte matt ihren Kopf.
„Woher wissen wir eigentlich, wann es soweit ist?“ Richard brach nach einer weiteren langen Pause die aufgetretene Stille.
„Schwer zu sagen... Es ist eine Art... Ruf, ein stiller, heimlicher Sog zu dem Ort, an dem es enden wird... Riza konnte es mir nicht erklären, als sie es verspürte, vielleicht werden wir es selbst nicht verstehen, wenn es soweit ist, aber letztendlich werden wir nach Xanacea reisen.“
Richard wirkte ein wenig verwirrt, beschloss aber dennoch, nicht zu fragen, was es mit dieser Geschichte um Riza auf sich hatte.
Plötzlich schreckte Sarasra auf. Eine eindringliche, wunderschöne Melodie erweckte seine Aufmerksamkeit. Der eigentümliche Klang einer entfernten Glocke zog ihn magisch zu sich, untersetzt mit einem leisen Säuseln einer bekannten und geliebten Stimme... „Komm zu mir...“ Es hatte nur einen einzigen Schlag lang gedauert, aber er verspürte dennoch diesen unwiderstehlichen Drang nach Xanacea zu reisen... und plötzlich wusste er was geschehen war. Sein Herz blieb beinahe stehen.
„Hört ihr das auch?“ erkundigte sich nun auch Richard.
„Ihr hört es ebenfalls?“ Raisana sah dabei sehnsüchtig in die Ferne.
„Ich höre es auch und es gefällt mir keineswegs... Der Ruf ist viel zu früh!“ Sarasra erhob sich von der Bank und schritt auf den Gang hinaus. „Wir müssen schnell handeln, bevor Hawkeye herausgefunden hat, was dieser Ruf zu bedeuten hat.“ Schnellen Schrittes verließ er die Kirche, gefolgt von Raisana und Richard.
Sorgenvoll blickte er zum Himmel, an dem sich einige dunkle Gewitterwolken zusammenzogen. Er wusste, dass dies ein böses Omen war. Irgendetwas war nicht so, wie es sein sollte, aber das würde er noch herausfinden! Sein Ziel war der Kontinent der Erde, auf welchem er seinen schlimmsten Feind vermutete.
Ein Blitz zuckte durch die Wolken, als sich die kleine Truppe auf den Weg nach Thardana machte, drei kleine Gestalten, die gegen den aufziehenden Sturm kämpften und deren Roben und Mäntel im Wind wehten...

Vorsichtig betrat er das Büro von Gregor, der sich noch leise nickend mit einer anwesenden Gestalt unterhielt. Anscheinend hatte derjenige einen Gegenstand, ein kleines bläulich schimmerndes Armband, auf dem Schreibtisch von Gregor abgelegt und erklärte diesem etwas dazu.
Anschließend schien Gregor noch einige Anweisungen zu geben, woraufhin die Gestalt das Armband wieder nahm und das Büro verließ.
Gregor lehnte sich zufrieden in seinem Sessel zurück und winkte ihm nun näher zu kommen.
„Ihr habt nach mir gerufen, Gregor?“
„Allerdings, denn ich habe einen Auftrag für dich.“
„Worum geht es?“
„Es geht um ein Siegel, das des Mondes.“ Er stand auf und schritt um den Schreibtisch herum auf ihn zu. „Auf Mytycion werdet ihr die Biestmenschen finden... Soweit meine Informationen stimmen, hat das Siegel ein junges Mädchen und trainiert bei einem der Drachen, was von vielen dort nicht geduldet wird. Greif den Bewohnern doch bitte etwas unter die Arme, um das Problem aus der Welt zu schaffen...“
„Ich werde mein Bestes tun!“
„Enttäusche mich bitte nicht, mein lieber Yenova. Freija hat versagt... Ihr Siegel ist an Patricia Luanis gegangen...“
„Heißt das...“
„Das die Zusammenkunft begonnen hat? Ja, das heißt es. Der Wächter der Zeit wird sich nun nicht mehr einmischen, aber pass auf, dass sich die Hohepriesterinnen oder die Drachen nicht einmischen...“
„Ich werde mich darum kümmern.“
Er verbeugte sich kurz und verließ danach den Raum. Insgeheim fragte er sich, was aus dieser Arche geworden war. Er hatte sie seit einigen Tagen nicht mehr gesehen... Ob sie für Gregor ebenfalls einen Auftrag erfüllte?
Er schüttelte den Gedanken aus dem Kopf. Er musste sich nun auf etwas Wichtigeres konzentrieren, Gregor hatte ihn um etwas gebeten und er war es ihm schuldig, diesen Gefallen zu erfüllen.
Draußen blickte er kurz in den grauen Himmel und lächelte. Damals war der Himmel ebenfalls grau gewesen, dachte er und schritt den Weg hinab zur nächsten Stadt...